Lernt Sprachen, Leute!

CSI Van in Miami Beach
Reisen bildet: Mal was anderes sehen

In ihrem Bericht “Shaping Talents“ von 2012 schreibt CEEMET (der europäische Verband der Metallindustrie), dass die Unternehmen zunehmend dazu übergehen, ihre Mitarbeiter nicht nur in technischer Hinsicht, sondern auch in Soft skills zu schulen. Eine besondere Bedeutung hat dabei die Fremdsprachenausbildung, damit sich die Mitarbeiter in unterschiedlichen Kulturen zurecht  finden und Kunden, Wettbewerber und Lieferanten besser verstehen können.

In Deutschland ist die Fremdsprachenausbildung seit vielen Jahren gut entwickelt, und diese Tatsache ist meiner Ansicht nach zu einem großen Teil für die Exporterfolge der deutschen Wirtschaft verantwortlich. Die Kenntnisse in Englisch, Französisch oder Spanisch aus der Schule sind eine gute Basis, um auch im Beruf mit Fremdsprachen umzugehen. Aber jede Branche hat ihre eigene Fachsprache, die Branchenneulinge erst lernen müssen. Erst in der Muttersprache, dann in der oder den Fremdsprachen.

Bei der Erweiterung der eigenen Kenntnisse müssen wir aufpassen: Die meisten der Geschäftspartner, mit denen ich in meinem Berufsleben zu tun hatte, waren selbst keine Muttersprachler. Ich denke, das ist eine typische Situation und das kann dann dazu führen, dass wir falsche Redewendungen oder falsche grammatische Strukturen einüben, einfach weil wir sie stets und ständig hören oder in der Geschäftskorrespondenz lesen.

Ich hatte das Glück, am Anfang meines Berufslebens für unseren Vertreter in den USA zuständig zu sein, der mein Englisch ständig verbesserte und ein äußerst pingeliger Korrekturleser unserer Korrespondenz und sonstigen Texte war. Wer dieses Glück nicht hat, sollte sich einen Muttersprachler suchen, um die Sprache gleich richtig zu lernen. Optimal ist natürlich ein Aufenthalt in England, Australien, Kanada oder den USA, um die Englischkenntnisse zu verbessern.

Resien bildet - Schaffnerin in einem chinesischen Eisenbahnzug
Schaffnerin in einem chinesischen Eisenbahnzug

Tipp

Fragen Sie doch mal bei Ihren Vorgesetzten oder in der Personalabteilung nach, ob Sie ein zweiwöchiges oder auch längeres Praktikum in einer ausländischen Niederlassung machen dürfen. Das stärkt neben Ihren Sprachkenntnissen auch den Firmenzusammenhalt zwischen den verschiedenen Niederlassungen.

Die Karteikartenmethode

Vokabeln lernen gehört zum Sprachen lernen dazu. Um schnell den aktiven Wortschatz zu erweitern, ist für mich die Karteikartenmethode unschlagbar: Ich schreibe jeden Tag fünf Vokabeln auf eine Karteikarte und lerne diese Vokabeln an dem jeweiligen Tag. Dann kommt die Karte zurück in die Box. Einmal wöchentlich gehe ich die Karten durch und prüfe, ob ich die „alten“ Vokabeln auch noch kann. Wenn nicht, kommt die Karte wieder relativ weit nach vorn in den Stapel. Inden ersten Wochen gehe ich alle Karten durch, dann nur noch z.B. die ersten 20. Wenn Sie das ein halbes Jahr lang durchziehen, kommen Sie auf 900 Wörter, die Sie aktiv beherrschen. Die Bildzeitung kommt übrigens mit 1.500 Wörtern aus.

Professioneller Sprachunterricht

Auch wenn die Karteikartenmethode ein tolles Instrument ist, werden doch die wenigsten Menschen mit ihr erfolgreich sein, denn sie erfordert eine immense Selbstdisziplin. Für die meisten Mitmenschen wird daher immer noch ein Sprachlehrer einspringen müssen. Je nach Neigung und Geldbeutel gibt es überall unterschiedliche Angebote im Einzel- oder Gruppenunterricht. Am Besten wie gesagt mit muttersprachlichen Lehrkräften.

Berufschancen verbessern

Welche Methode Sie auch anwenden, Sie werden durch bessere Fremdsprachenkenntnisse auf jeden Fall Ihre Chancen im Beruf verbessern. Denn fast alle größeren Firmen haben heute Auslandskontakte, entweder auf der Kunden- oder der Lieferantenseite. Oder sie sind im Besitz eines ausländischen Konzerns oder haben selbst Tochterunternehmen im Ausland.

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