Ich soll zum Coaching? Was habe ich denn falsch gemacht?

So oder ähnlich hat das wohl schon jeder Vorgesetzte gehört, der in bester Absicht einem Mitarbeiter zum Coaching schicken wollte.

Oft werden die sogenannten „Soft Skills“ wie zum Beispiel Teamverhalten oder verbale und nonverbale Kommunikation ei Weiterbildungen vergessen. Viele Mitarbeiter sehen in dieser Art Weiterbildung einen Angriff auf ihre Person bzw. ihre Persönlichkeit. Dabei geht es bei diesen Schulungen nicht um eine Gleichschaltung von Verhaltensmustern, sondern um das Erlernen von Techniken, die das tägliche Miteinander im Betrieb erleichtern und auch der eigenen Fortentwicklung dienen.

Niemand ist als Ingenieur oder Controller zu Welt gekommen, sondern musste sich das zur Berufsausübung nötige Wissen erarbeiten. Genau wie fachspezifische Kurse erweitern die Angebote im Bereich der Soft Skills die eigenen Fähigkeiten und Kenntnisse.

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Nicht nur Im Verkauf sind Präsentationstechniken gefragt

Es ist eine Führungsaufgabe, diese Zusammenhänge den Mitarbeitern zu verdeutlichen, mögliche Widerstände zu erkennen und mit dem Mitarbeiter zu erörtern.

Ziel dieses Prozesses ist, dass sich der Mitarbeiter gegenüber den geplanten Coaching-Maßnahmen öffnet und sie als Chance sieht, die eigene Sozialkompetenz weiter zu entwickeln. Nur wenn der Mitarbeiter bereit ist, sich auf das Coaching einzulassen und sich zu öffnen, kann dieses wirken. Mitarbeiter einfach unkommentiert zum Coaching zu schicken birgt die Gefahr, dass sie dort einfach die Zeit absitzen und die Wirkung verpufft.

Denn es gilt der Grundatz: Nie ohne Auftrag. Holen Sie sich den Auftrag zur Hilfe, indem Sie den Mitarbeiter von der Nützlichkeit des Angebots zum Coaching überzeugen.

Und für Coachingmaßnahmen gibt es gute Argumente: Die tatsächliche Wirkung der fachlichen Kompetenz im Berufsleben hängt stark von den Fertigkeiten im kommunikativen Bereich ab. Was nützen zum Beispiel einem EDV-Spezialisten die besten Computerkenntnisse, wenn er es nicht schafft, die Benutzer in die Benutzung der Systeme einzuweisen oder nicht einmal versucht, das Problem aus ihrer Perspektive zu sehen?

Hohe Produktqualität erfordert lebenslanges Lernen
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